Die Stealth-Eigenschaften der F-35 basieren auf mehreren komplementären Technologien [29].
Der geschätzte RCS der F-35 liegt bei ~0.001–0.01 m² in der frontalen Hemisphäre – vergleichbar mit der Grösse eines Golfballs [30]. Dieser Wert gilt für X-Band-Frequenzen, wie sie von den meisten taktischen Radaren genutzt werden.
Die F-35 nutzt Fibermat-Technologie – radarabsorbierende Materialien, die direkt in die Aussenhaut eingebacken sind [29]. Im Vergleich zur F-22 mit aufgeklebten RAM-Beschichtungen ist dies korrosionsbeständiger und wartungsärmer.
Anstelle einer konventionellen Splitter-Platte verwendet die F-35 einen Kompressionsbuckel vor dem Triebwerkseinlauf [31]. Vorteile:
Für Friedensflüge und Übungen werden 4 Luneburg-Linsen-Reflektoren (2 oben, 2 unten) angebracht, die den RCS absichtlich vergrössern [32]. Im Kampfeinsatz werden sie entfernt.
Gegen VHF-Radare (Very High Frequency, Wellenlänge ~1–3 m) sind Stealth-Flugzeuge wie die F-35 aufgrund von Resonanzeffekten deutlich sichtbarer [33]. Russische Systeme wie das Nebo-M nutzen dies gezielt aus.
[29] Wikipedia: Lockheed Martin F-35 Lightning II – Design
[30] GlobalSecurity: Stealth / Low Observable Technology
[31] Wikipedia: Diverterless Supersonic Inlet
[32] The Aviation Geek Club: Luneburg Lens Radar Reflectors. 2022
[33] Fly a Jet Fighter: The F-35 Facing Russian and Chinese VHF Radars. 2023